Radfahren im Winter: So bist du bestens vorbereitet

Fahrrad Fahren im Winter, hier erfährst du wie das funktioniert und auf was du achten solltest.
Radfahren im Winter | Kein Problem mit der richtigen Vorbereitung | Mit diesen Tipps kommst du gut gelaunt durch den Winter!

 


 

Inhaltsverzeichnis

Was braucht man zum Radfahren im Winter?

Kleidung für Radfahren im Winter

Winterausrüstung für dein Fahrrad

Fahrradschutz im Winter

Radfahren im Winter Tipps

 


 

Radfahren im Winter ist gesund und stärkt das Immunsystem. Der Kreislauf kommt in Schwung und du kannst wichtiges Vitamin D in der dunklen Jahreszeit tanken. Dennoch gibt es beim Radfahren im Winter einiges zu beachten: Schlechte Straßenverhältnisse, ungemütliche Temperaturen und Dunkelheit können ganz schön unangenehm werden. Nachdem du folgenden Artikel gelesen hast kommen du und dein Rad sicher und gut gelaunt durch den Winter.

 


 

Was braucht man zum Radfahren im Winter?

Im Winter Radfahren: Darauf solltest du achten!

Es gibt diverse Ausrüstung für das Radfahren im Winter. Auch die Bekleidung sollte entsprechend gewählt werden. Es ist besonders wichtig bei Kälte, Schnee und Nässe selbst warm und trocken zu bleiben und dabei nicht unnötig zu schwitzen. Denn das kann schnell zu einer Erkältung führen. Damit du bestens gewappnet bist, erhältst du jetzt hilfreiche Tipps für Kleidung, Ausrüstung und Pflege deines Fahrrads im Winter.

 


 

Kleidung für Radfahren im Winter

Fahrrad fahren im Winter: Diese Kleidung benötigst du dafür.

Grundsätzlich gilt: Lass die Daunenjacke zu Hause und bediene dich dem altbewährten Zwiebelprinzip! Dabei sollte das Durchdringen von Nässe und Kälte auf den Körper verhindert, Körperwärme gespeichert und zeitgleich Schweiß von der Haut wegtransportiert werden. Von innen nach Außen sollte deine Kleidung in etwa so aussehen:

1. Atmungsaktive Funktionsunterwäsche

2. Eine zweite Schicht, die Feuchtigkeit gut weiter leitet und dabei selbst wenig aufnimmt.

3. Ein warmes Trikot was Feuchtigkeit aufnimmt und Körperwärme hält.

4. Eine Jacke als Schutz vor Wind und Nässe.

 

Welche Schuhe zum Radfahren im Winter?

Beim Radfahren im Winter bekommt man schnell kalte Füße. Das kann ziemlich unangenehm werden. Entweder man nutzt spezielle Winterradschuhe, beheizbare Sohlen oder Überschuhe, sogenannte Gamaschen. Überschuhe schützen dich effektiv vor Wind, Regen und Schlamm.

Wähle am besten eine wind- und wasserdichte Variante und bei Bedarf mit zusätzlicher Isolation für besonders kalte Tage. Anstatt teure Winterradschuhe zu kaufen, kannst du über deine jetzigen Schuhe Überschuhe ziehen und hast immer trockene, warme und saubere Schuhe. Falls du immer noch mehr Wärme an den Füßen benötigst, kannst du auch das Tragen von zwei paar Socken versuchen.

 

Welche Jacke zum Radfahren im Winter?

Wie bereits erwähnt, solltest du statt einer sehr warmen und dicken Jacke, besser auf mehrere Schichten übereinandersetzten: Funktionsunterwäsche, ein langes Unterhemd, ein Trikot und im Anschluss eine Jacke. Passende Jacken gibt es in verschiedenen Formen und Varianten.

Dünne Windjacken schützen effektiv vor kaltem Fahrtwind und sind das ganze Jahr über gute Begleiter. Soll es etwas wärmer sein, eignen sich Softshell Jacken sehr gut. Da Softshelljacken nicht 100% wasserdicht sind, kannst du als Schutz vor Schnee und Regen zusätzlich eine dünne Regenjacke bzw. einen Regenponcho nutzen.

Regenjacken bieten dir zwar einen perfekten Nässeschutz von außen, sind jedoch nicht besonders atmungsaktiv. So kommt man auf längeren Strecken, oder wenn man etwas schneller unterwegs ist schnell ins Schwitzen. Wähle bei deiner Jacke auf jeden Fall eine bunte Farbe oder eine Jacke mit Reflektoren, um im Winter immer gut gesehen zu werden!

 

Kopfbedeckung

Mann mit warme Helmmütze für das Radfahren im Winter.

Über den Kopf verliert man die meiste Wärme. Auch Ohren und Hals haben es gerne warm - besonders bei klirrend kaltem Wind! Der Helm allein bietet nicht ausreichend Schutz vor Wärmeverlust. Hier gibt es spezielle Fahrradmützen, die du perfekt unter deinen Helm anziehen kannst.

Wenn du eine winddichte Fahrradmütze trägst, umso besser. Für den Hals eignen sich Schlauchtücher hervorragend. Auch kannst du eine Skimaske tragen, diese kann ebenfalls problemlos unter dem Helm getragen werden und schützt zugleich Gesicht und Hals vor der Kälte. Falls dir das alles noch nicht genug ist, wirken Ohrenwärmer Wunder!

 

Handschuhe

Fahrrad Handschuhe für das Rad fahren im Winter.

Wie auch an den Ohren, ist bei Fingern und Händen der beißende Wind das größte Problem. Kalte Hände und Finger können dazu führen, dass du nicht mehr richtig bremsen kannst. Das kann schnell gefährlich werden. Handschuhe sollten also auf keinen Fall im Winter fehlen! Es gibt sehr gute wasser- und winddichte Handschuhe, bei denen man trotzdem noch genügend Bewegungsfreiheit und Fingergefühl hat.

Auch gibt es die Option zwei Paar Handschuhe übereinander anzuziehen, z.B. einen dünnen Handschuh und darüber einen dickeren Winterhandschuh. Achte jedoch immer darauf, dass du genügend Gripp und Fingerbeweglichkeit behältst. Solltest du auf dem Rad immer noch kalte Hände bekommen, solltest du Wärmepads versuchen. Diese halten einige Zeit warm und du kannst sie direkt in die Handschuhe legen.

 

Thermohose

Da auch an Knien und Beinen der kalte Wind keinen Halt macht, sollten Radhosen für den Winter zumindest an der Vorderseite winddicht sein. Gute Thermo-Radhosen sind an ihrer Rückseite atmungsaktiver. Somit bleibst du auch im Winter warm und trocken. Sollte es dir immer noch zu kalt an Beinen und Knien sein, kannst du zu Kniewärmer oder Beinlingen greifen. Über oder unter der Hose wirken diese wahre Wunder.

 

Unterwäsche

Auch die Wahl der Unterwäsche sollte bei Fahrten im Winter beachtet werden. Die Unterwäsche sollte warm und atmungsaktiv sein. Dabei ist es besonders wichtig, dass sie Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert und schnell trocknet. Das ist übrigens bei allen Aktivitäten in der Kälte von essentieller Bedeutung.

Dabei ist es egal, ob du zur synthetische Funktionsunterwäsche oder Merinowolle greifst. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Auch kannst du mehrere Schichten übereinander tragen. Finde am besten selbst heraus, welche Kombination für dich am besten passt.

 


 

Winterausrüstung für dein Fahrrad

Diese Winterausrüstung benötigst du um im Winter Fahrrad fahren zu können.

Nicht nur du solltest dich mit der passenden Kleidung ausrüsten, um perfekt durch den Winter zukommen. Auch dein Fahrrad sollte entsprechend ausgestattet sein. Mit den folgenden Dingen wirst du sicher durch die Winterzeit radeln.

 

Fahrrad Winterreifen

Möchtest du richtig durch Schnee fahren, dann wählst du am besten das Fatbike. Mit den besonders breiten Reifen hast du extrem viel Gripp. Bei alltäglichen Touren auf glatten oder matschigen Straßen sind Fahrrad Winterreifen die bessere Wahl. Winterreifen für Fahrräder sind (noch) keine Pflicht in Deutschland sind. Sie haben eine besondere Gummimischung, die auch bei niedrigen Temperaturen noch genügend Gripp gibt.

Auch Reifen mit einem sehr groben Profil und reduziertem Reifendruck lassen dich gut durch den Winter fahren. Achte jedoch darauf, den Minimaldruck nicht zu unterschreiten. Bei Eis- und Schneeglätte bieten Spikereifen fürs Fahrrad gute Bodenhaftung. Spikereifen machen jedoch Geräusche während der Fahrt und haben einen höheren Rollwiderstand als normale Reifen.

 

Beleuchtung

Fahrradlichter sind gerade im Winter ein wichtiger Schutz für die Radfahrer.

Immer mehr Menschen nutzen Ihr Rad für den täglichen Weg zur Arbeit. Im Winter wird es später hell und früher dunkel. Daher ist es besonders wichtig, eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad zu haben. Pflicht ist neben einer hellen weißen Vorderlampe, ein rotes Rücklicht. Um bei Polizeikontrollen garantiert keine Probleme zu bekommen, solltest du zusätzlich einen weißen Front-Reflektor und einen roten Reflektor am Hinterrad, sowie Speichen- und orangene Pedal-Reflektoren haben.

Überprüfe dein Licht und deine Akkus vor jeder Fahrt. Zusätzliche Reflektoren und reflektierende Elemente am Rad und an der Kleidung lassen dich noch sichtbarer im Verkehr erscheinen. Steckbeleuchtung am Rad, sollte bei Nichtgebrauch mit ins Warme genommen werden. Das schont Akku oder Batterie, die in der Kälte schnell Leuchtdauer verlieren können.

Als fest installiertes Licht am Rad, können wir dir mit gutem Gewissen die wetterunabhängige Variante mit Nabendynamo empfehlen. Denn gerade unter winterlich-nassen Bedingungen oder bei Schnee neigen Seitendynamos dazu, den Fahrer im Stich zu lassen, wenn man das Licht am nötigsten braucht.

 

Schutzbleche

Mit den passenden Schutzblechen kommst du annähernd sauber und trocken von A nach B - auch bei Regen und Schnee. Für nahezu jede Radgröße und jeden Radtyp gibt es passende Schutzbleche. Entweder zum schnellen Anklicken bei Bedarf oder zur festen Montage für die ganze Schlechtwettersaison. Viele Räder verfügen in der Regel schon über vormontierte Schutzbleche. Falls du ein Mountainbike oder ein Rad ohne Schutzbleche besitzt, empfehlen wir dir unbedingt welche für den Winter zu besorgen.

 


 

Fahrradschutz im Winter

Fahrrad Schutz im Winter, um in den kalten Monaten optimal von A nach B zu kommen.

Besonders im Winter muss man sein Fahrrad schützen. Es lohnt sich das Rad nach jeder Fahrt gründlich mit Wasser abzuspülen. Denn Wasser, Schlamm und Streusalz gelangen in alle Lager, Kette und den Antrieb. Das verursacht Rost und vorzeitigen Verschleiß. Auch solltest du darauf achten, dass deine Lager und Seilzüge gut gefettet sind, damit diese bei frostigen Temperaturen nicht einfrieren können. Auch die Kette sollte regelmäßiger nachgeölt werden.

Solltest du Felgenbremsen verwenden, dann checke auch regelmäßig deine Bremsbeläge. Diese können unter nassen und dreckigen Bedingungen schneller verschleißen als normal. Hast du die Möglichkeit dein Rad an einem trockenen und warmen Ort zu Lagern, dann mach das.

Denn Kälte, Schnee und Regen sind Gift für fast alle Teile an deinem Rad. Auch eine wasserdichte Fahrradabdeckung eignet sich ideal als Schutz. Nach dem Winter wird sich dein Rad auf den Frühjahrs-Check besonders freuen!

 


 

Radfahren im Winter Tipps

Tipps für das Fahrradfahren im Winter.

Zu guter Letzt möchten wir dir noch die folgenden Tipps mitgeben, damit du und dein Rad sicher durch den Winter kommst:

  • Fahrweise an Witterung anpassen und genügend Abstand halten
  • Frühzeitig und gefühlvoll Bremsen
  • Vorsichtig in Kurven fahren
  • Für mehr Gripp den Luftdruck in den Reifen etwas verringern
  • Türschlossenteiser hilft bei eingefrorenen Fahrradschlössern
  • Bei ungeräumten oder vereisten Radwegen die Fahrbahn benutzen. Wenn Radwege nicht befahrbar sind, gilt die Radweg-Benutzungspflicht nicht
  • Gesicht mit wasserfreier Creme schützen
  • Isolierte Radflasche benutzen

 


 

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FAQ -  Häufig gestellte Fragen zum Thema Fahrrad fahren im Winter

Radfahren im Winter welche Kleidung?

Auf dem Rad solltest du dich im Winter nicht zu warm anziehen und dich nach dem Zwiebelprinzip kleiden: Mehrere dünne Schichten die vor Nässe schützen und die Körpertemperatur halten sowie eine winddichte Oberbekleidung. Extremitäten wie Hände, Ohren, Knie und Füße solltest du besonders schützen.

 

Was machen Radfahrer im Winter?

Radfahrer können im Winter mit der passenden Kleidung und Ausrüstung einfach weiter radeln. Sollte es doch zu ungemütlich sein, kann man auch drinnen trainieren.

 

Wo im Winter Radfahren?

Auch im Winter kann man auf Radwegen oder mit der entsprechenden Ausrüstung sogar im Schnee fahren. Es spricht auch nichts gegen eine Fahrradtour im Winter. Ganz im Gegenteil: Es ist gut für das Immunsystem und deine Fitness.

 

Wie trainieren Radfahrer im Winter?

Mit sogenannten Rollentrainern trainieren Radfahrer im Winter. Dabei kann das Radfahren zu Hause simuliert werden, indem das eigene Rad in den Rollentrainer eingespannt wird und ein annähernd realistisches Fahrgefühl bietet.


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